Stadttheater Giessen
    Fantastische Reise durch verrückte Welt

    Fantastische Reise durch verrückte Welt

    Jugendtanzclub zeigt im TiL einfallsreiche Version von „Alice im Wunderland“ - Premiere mit donnerndem Applaus gefeiert

    Tick tack, tick tack: In dem Moment, als das hibbelige Kaninchen mit der Taschenuhr auftaucht, ist Alice schlagartig klar, dass sie nicht mehr in der normalen Welt sein kann. Eben noch hat sie mit ihrer großen Schwester gespielt, und nun begegnen ihr in einer Fantasiewelt die seltsamsten Vögel, eine grinsende Katze und die etwas entrückt wirkende Raupe, die mit einer Wasserpfeife zu „Strawberry Fields“ von den Beatles über die Bühne wabert. Mit der jungen Heldin begibt sich das Publikum auf einen Ausflug in eine verrückte, andersartige Welt.
    So geschehen am Freitagabend auf der TiL-Studiobühne, wo das mittlerweile siebte Tanzstück des Jugendtanzclubs vom Stadttheater, „Alice im Wunderland“, Premiere feierte. Es ist eine brillante tänzerische Interpretation der bekannten Geschichten „Alice im Wunderland“ und „Alice hinter den Spiegeln“ von Lewis Carroll. Im einen Moment zum Brüllen komisch, dann wieder nachdenklich, lebendig und exaltiert, beweisen die Jugendlichen großartiges tänzerisches als auch schauspielerisches Talent.
    In der Hauptrolle überzeugt Katharina Huber als Alice, energiegeladen und rasant schnell Glenn Buchholtz als weißer Hase „Tweedledum“, Theresa Gehring und Leopold Hörnig als komödiantisches Herzkönigspaar, Aimee Tina Booh als gelenkige Grinsekatze, Hovhannes Hayrapetyan und Herrmann Kron als streitbares Zwillingspaar „Teedledee und Tweedledee“. In weiteren Rollen abwechslungreich und mit großer Leidenschaft auf der Bühne: Svea Bein (Schwester), Myriel Bischoff, Sarah Geißler (März Hase), Valerie Gsänger (Raupe), Malik Herring, Sabrina Lober (Herzogin), Claire Maillet Geißler, Sandra Meier, Hanna Römer, Maren Schneider, Janna Schwinn (Hutmacher), Marlene Stracke als aufgebrachte Köchin, Svenja Suchfort, Mona Turski (Tigerlilie), Katharina Walther als Schlafmaus und Paula Weber als Rose.
    Die Tanzstücke und Choreographien entstanden größtenteils in Eigenregie mit der tatkräftigen Unterstützung der Tanzpädagogin und erfahrenen Tänzerin Terry Pfeiffer. Die wunderbar farbenfrohen und kreativen Kostüme wurden ebenfalls mit Unterstützung der Werkstätten des Stadttheaters eigens von den Jugendlichen gefertigt, die der Inszenierung nochmals eine kunterbunte Dynamik und Ausdrucksstärke verleihen. Die musikalische Bearbeitung kommt von Martin Niklas Spahr. Ebenfalls Unterstützung erhält der Tanzclub von Jutta Gremmels (Tanzstudio A, Gießen).
    Der Jugendtanzclub gründete sich im Jahre 2004 und besteht aus einer immer größer werdenden Gruppe tanzbegeisterter Jugendlicher, die ganz unterschiedliche Fähigkeiten mitbringen. Hierdurch ist eine Dynamik zu spüren, die Abwechslungs- und Einfallsreichtum garantiert. Geprobt wird einmal in der Woche, in den Ferien und in Premierenzeiten auch gern mal jeden Tag. Und dieser Eifer wird belohnt, wurde die Premiere doch mit donnerndem Applaus und Jubelrufen vom begeisterten Publikum gefeiert. Katrina Friese, 31.01.2011, Gießener Anzeiger